Alte Wege

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Schwitzhütten


In frühen Zeiten schon, noch bevor die Germanen und Kelten in unseren Gegenden lebten, kannten die Menschen und Völker Schwitzrituale. Die ältesten Funde von Schwitzhöhlen reichen bis in die Steinzeit zurück.

Es spielt letztlich keine Rolle wie alt und woher die Tradition der Schwitzhütte stammt. Wichtig ist, dass das Schwitzhüttenritual für den Einzelnen aber auch die Gemeinschaft eine reinigende Wirkung auf Körper, Geist und Seele hat und daher auch als Heilungs- und Gebetsritual dient.

In neuerer Zeit kam die Schwitzhüttenzeremonie aus der indianischen Tradition wieder zu uns nach Europa zurück. Insbesondere die Zeremonie der Lakota-Indianer ist mittlerweile weit verbreitet, wobei es so viele Schwitzhüttentraditionen gibt wie es Indianerstämme gibt und keine davon besser oder schlechter ist als die andere.

Die Schwitzhütte, ein igluähnliches Gerüst aus Weidenästen, das abgedeckt wird mit Decken oder Fellen, steht symbolisch für die Gebärmutter von Mutter Erde. In die Mitte der Schwitzhütte werden in eine Mulde glühende Steine gebracht, auf denen Kräuter verglüht werden. Die Schwitzhüttenteilnehmer sitzen um die glühenden Steine, die dann mit Wasser begossen werden, um die Hitze zu verstärken.

Wir kriechen in die Schwitzhütte, den Schoß unserer Mutter Erde, um gereinigt durch die Hitze der Steine und in neuer Ausrichtung wiedergeboren zu werden.

Die Schwitzhüttenzeremonie ist ein Gebet, aber auch ein Weg zu unseren Wurzeln. Jede einzelne Runde von insgesamt vier Runden steht für ein eigenes Thema, nämlich: Danken, Bitten, Geben und Nehmen.

Geschichten werden erzählt, Lieder gesungen, Gebete gesprochen. Wir verbinden uns mit unseren geistigen Führern, mit unseren Krafttieren, unseren Ahnen und Verbündeten. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, eigene Anliegen, Wünsche und Gedanken ins Gebet einfließen zu lassen.

Schließlich werden wir nach der Grenzerfahrung - nackt in Hitze und Dunkelheit - gereinigt und geläutert wiedergeboren. Im Anschluss darf das Schwitzhüttenritual nachwirken. Wir nehmen uns die Zeit, um uns mit einem gemeinsamen Essen zu stärken und uns über das Erlebte auszutauschen.


  • Frauen-Schwitzhütte
  • Heilungs-Schwitzhütte für unsere Ahnen - zur Heilung der Wunden durch die Weltkriege und zur Verbindung der Generationen